Moria ist eine humanitäre Katastrophe mit Ansage

Zum Brand im Flüchtlingslager Moria und der Aufnahme Schutzbedürftiger in Bielefeld erklärt Britta Haßelmann, Bielefelder Bundestagsabgeordnete und Erste Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion Bündnis 90 / Die Grünen:

Moria ist eine humanitäre Katastrophe mit Ansage. Es hätte längst evakuiert werden müssen. Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich jedoch jahrelang einer gemeinsamen Lösung verweigert. Das ist ein Armutszeugnis. Auch die Bundesregierung und die sie tragende Koalition aus Union und SPD tragen Verantwortung. Alle Initiativen für ein humanitäres Aufnahmeprogramm wurden bisher im Parlament von der Koalition abgelehnt. Dabei kann und muss Deutschland helfen. Und die Bereitschaft geflüchtete Menschen aufzunehmen ist da. Über 170 Städte und Kommunen sind aufnahmebereit. Das darf durch das Innenministerium und Minister Seehofer nicht länger blockiert werden. Denn die Menschen in den überfüllten Flüchtlingslagern brauchen jetzt Schutz und unsere Hilfe.

Gitte Trostmann, Bürgermeisterkandidatin in Gütersloh ergänzt: Auch der Gütersloher Rat hat sich zur Aufnahme von Schutzbedürftigen von den griechischen Inseln bereit erklärt. Unsere Stadt hat sich bereits Ende 2019 zum Sicheren Hafen für Schutzbedürftige erklärt. Aber passiert ist seither nichts.

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